 |
Auswahl wichtiger IT-Unternehmens-Nutzen/Kosten-Potential-Kennzahlen
für Versicherungsunternehmen in anonymisierter Form
Unternehmens-Kennzahlen repräsentieren die komprimierteste Form von Führungserkenntnissen: Sie werden u.a. in Geschäftsberichten an prominenter Stelle - üblicherweise auf der ersten Seite des Geschäftsberichtes - und im Wirtschaftsteil der Tageszeitungen oder allgemein ausgedrückt der zusammenfassenden Berichterstattung verwendet. Sie sind üblicherweise für den Aufsichtsrat, für Investoren oder ähnliche Interessentengruppen bestimmt und liefern einen prägnanten Überblick über den Erfolg (Misserfolg) eines Unternehmens insbesondere im Zeitraum des letzten Geschäftsjahres, häufig zusätzlich über den Zeitraum der letzten 3 oder auch 5 Jahre.
Typische Unternehmens-Kennzahlen, bei diesem Ansatz absichtsvoll aus der deutschen Versicherungsbranche und da wiederum aus dem Versicherungszweig Leben entnommen, sind u.a. "Beitragseinnahmen", "Aufwendungen für Versicherungsfälle", "Betriebskosten-Quote", "Nettoverzinsung", "Jahresüberschuss", "Anzahl Verträge", "Anzahl Mitarbeiter" und von Fall zu Fall noch einige mehr: Insgesamt aber maximal eine Seite, besser weniger! Denn die Zielsetzung von Kennzahlen lautet: In der Kürze liegt bekanntlich die Würze. Oder ein Thema auf 100 Seiten ausbreiten können viele, es auf nur einer Seite prägnant darstellen dagegen nur wenige. Das alles dürfte auch IT-Fachleuten ausgesprochen vertraut sein.
Die nachfolgende Tabelle mit IT-Unternehmen-Nutzen/Kosten-Potential-Kennzahlen enthält pro Zeile eine Auswahl aus den Kennzahlen unserer IT-Unternehmen-Nutzen/Kosten-Potential-Scorecard pro Versicherungsunternehmen mit Status 2009/2008, auf der die Erkenntnisse pro Versicherungsunternehmen auf der obersten Erkenntnisebene zusammengefasst werden. Dargestellt sind v.a. die 3 Schlüsselgrößen "Produktivität", repräsentativ für den IT-Unternehmensnutzen, die "Kostenquote", repräsentativ für die komplementären IT-Unternehmens-Kosten und der ROI, repräsentativ für die Wirtschaftlichkeit der IT-Investitionen. Aus sicher nicht erklärungsbedürftigen Gründen sind die Namen der VU anonymisiert. In der nachfolgenden Tabelle sind fast die Hälfte alle Versicherungen des Versicherungszweigs Leben der deutschen Versicherungsunternehmen aufgeführt: Sie kann dadurch einen in etwa repräsentativen Querschnitt über die IT-Unternehmens-Nutzen-Realisierung in der deutschen Versicherungsbranche vermittelt, von "Best Practice" bis "Worst Practice". Damit ist auch ein globales Rating der IT eines Unternehmens vollzogen.
Ein Glossar zu den einzelnen Kennzahlen kann durch "Anklicken der Kennzahlen-Bezeichnungen" aufgerufen werden.
Repräsentative Übersicht über IT-Unternehmens-Nutzen- und IT-Einspar-Potentiale
Deutsche Versicherungs-Branche
Versicherungszweig Leben
| (Status 2009/2008) |
| |
Innendienst |
IT-Bereich |
| VU |
|
IT-Produkt.-Pot BP vs IST |
IT-Produktivität bisher |
ROI-Potential |
ID-KQ |
|
Produkt.-Pot. |
IT-KQ |
Blind- Leistung |
| (%) | (%) |
offensiv |
defensiv | (%) | |
(%) | (%) | (%) |
| 30 | | 160,4% | 121% | 8,7:1 | 9,6:1 | 8,62% | | 377,1% | 1,19% | 16,9% |
| 29 | | 152,0% | 129% | 7,7:1 | 8,7:1 | 8,43% | | 443,1% | 1,41% | 14,9% |
| 28 | | 143,8% | 138% | 9,4:1 | 8,0:1 | 8,04% | | 253,3% | 0,69% | 8,6% |
| 27 | | 135,1% | 149% | 8,4:1 | 10,3:1 | 7,70% | | 435,0% | 1,54% | 4,8% |
| 26 | | 115,9% | 176% | 8,0:1 | 10,8:1 | 6,80% | | 187,0% | 0,68% | -6,1% |
| 25 | | 115,6% | 173% | 6,4:1 | 8,4:1 | 6,93% | | 42,5% | 0,53% | 1,0% |
| 24 | | 112,0% | 170% | 7,6:1 | 9,7:1 | 7,12% | | 148,7% | 0,96% | 14,5% |
| 23 | | 107,6% | 175% | 8,5:1 | 10,9:1 | 6,80% | | 239,5% | 0,79% | 14,7% |
| 22 | | 106,0% | 177% | 7,6:1 | 9,9:1 | 6,77% | | 152,9% | 0,65% | 16,1% |
| 21 | | 104,1% | 186% | 7,0:1 | 9,6:1 | 6,71% | | 224,2% | 0,93% | 4,8% |
| 20 | | 102,1% | 182% | 7,8:1 | 10,3:1 | 6,80% | | 146,5% | 1,03% | 15,7% |
| 19 | | 90,2% | 200% | 6,9:1 | 9,7:1 | 6,71% | | 133,9% | 1,28% | 14,3% |
| 18 | | 87,7% | 202% | 7,6:1 | 10,5:1 | 6,41% | | 85,5% | 0,98% | 8,4% |
| 17 | | 80,2% | 204% | 8,8:1 | 10,4:1 | 6,55% | | 118,8% | 1,28% | 29,8% |
| 16 | | 75,8% | 222% | 7,2:1 | 10,3:1 | 6,20% | | 194,2% | 1,19% | 17,6% |
| 15 | | 75,5% | 243% | 6,0:1 | 10,3:1 | 5,69% | | 191,5% | 1,08% | -11,9% |
| 14 | | 66,8% | 252% | 7,3:1 | 12,1:1 | 5,53% | | 135,3% | 0,99% | 2,3% |
| 13 | | 66,6% | 256% | 6,2:1 | 10,8:1 | 5,60% | | 118,9% | 1,14% | -4,0% |
| 12 | | 62,7% | 263% | 6,1:1 | 10,7:1 | 5,33% | | 109,8% | 0,80% | -1,7% |
| 11 | | 62,0% | 275% | 6,3:1 | 12,1:1 | 5,27% | | 76,3% | 1,02% | -14,8% |
| 10 | | 54,7% | 267% | 7,0:1 | 10,1:1 | 5,31% | | 27,3% | 0,68% | 13,1% |
| 9 | | 53,6% | 272% | 7,4:1 | 10,9:1 | 5,34% | | 49,6% | 1,01% | 10,7% |
| 8 | | 48,5% | 313% | 4,9:1 | 11,4:1 | 4,83% | | 141,5% | 1,05% | -18,9% |
| 7 | | 41,4% | 332% | 5,6:1 | 13,6:1 | 4,58% | | 84,6% | 0,94% | -14,4% |
| 6 | | 22,7% | 386% | 5,9:1 | 11,9:1 | 4,11% | | 27,8% | 0,79% | -4,9% |
| 5 | | 20,6% | 392% | 7,3:1 | 11,9:1 | 4,13% | | 65,7% | 0,87% | -2,7% |
| 4 | | 19,4% | 381% | 7,5:1 | 10,1:1 | 4,03% | | 65,9% | 0,70% | 7,6% |
| 3 | | 18,1% | 415% | 5,0:1 | 13,7:1 | 3,92% | | 35,9% | 0,72% | -10,3% |
| 2 | | 17,0% | 424% | 5,6:1 | 18,1:1 | 3,70% | | 18,1% | 0,52% | -12,6% |
| 1 | | 10,3% | 439% | 6,1:1 | 14,0:1 | 3,69% | | 50,5% | 0,75% | -3,2% |
Best Practice Dtld (gemessen) | | 0% | ~450% | ~ 5:1 | (~15:1) | 3,24% | | 0% | 0,56% | -12% |
Best Practice World (extrap.) | | BP-Dtld + ~90% | ~630% | ~ 1,6:1 | | ~2,4% | | | ~ 0,72% | |
Für die Darstellung des "IT-Unternehmens-Nutzens in Kennzahlen auf den Niveau der Unternehmens-Kennzahlen" gibt es unseres Wissens immer noch nur einen einzigen Ansatz, nämlich den hier vorgestellten. Warum das so ist, wird an dafür besser geeigneter Stelle angesprochen.
Nachdem sich bei uns die Erkenntnis verfestigt hatte, dass es bisher i.d.T. keine IT-Unternehmens-Nutzen-Kennzahlen gibt, stellte sich uns zwangsläufig die Frage, wie denn die auf Unternehmens-Kennzahlen-Niveau angesiedelten IT-Unternehmens-Nutzen/Kosten-Kennzahlen konstruiert sein könnten?
Zum besseren Verständnis unserer Vorschläge sei daran erinnert, dass die IT ein fundamentales Werkzeug der "Informationsverarbeitung in einem Unternehmen in allgemeiner Definition" darstellt und sich für die Unternehmen inzwischen zumindest zu einem "Erfolgsfaktor", möglicherweise aber auch schon zu einem "Produktionsfaktor" entwickelt hat. Der größte Einfluss der IT auf den Unternehmenserfolg eines, im vorliegenden Fall, Versicherungsunternehmens erfolgt offensichtlich über die Unternehmenskennzahl "Verwaltungskosten-Quote", die zusammen mit der "Abschlusskosten-Quote" die G+V-Größe "Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb" bildet und die durch den Einsatz einer "Kombination aus IT- und Human-Ressourcen" geprägt wird. Da in der deutschen Versicherungsbranche je nach Versicherungszweig ca. 30% bis zu fast 50% der Innendienst-Mitarbeiter nicht unter "Verwaltungskosten geschlüsselt" sind sondern, "warum auch immer", den G+V-Kostenbereichen "Aufwendungen für Versicherungsfälle", "Abschlussaufwendungen" und "Aufwendungen für Kapitalanlagen" zugeordnet werden, haben wir aus dem Blickfeld einer für die IT-Unternehmens-Nutzen/Kosten-Optimierung notwendigen ganzheitlichen Betrachtung anstelle der "Unternehmens-Kennzahl Verwaltungskosten-Quote, in den VZ Leben und VZ Kranken auch Verwaltungskostensatz" genannt wird, die umfassendere Unternehmens-Kennzahl "Innendienstmitarbeiter-Kosten-Quote (ID-KQ)" als zentrale Messgröße für den IT-Unternehmens-Nutzen eingeführt. Eine substanziell vergleichbare Kennzahl wird im Übrigen auch bei den "Betriebswirtschaftlichen Kennzahlen" des "agv (Arbeitgeberverband (der deutschen Versicherungswirtschaft))" verwendet. Die ID-KQ ergibt sich als Quotient aus den "ID-MA-Arbeitsplatzkosten incl. IT-Unterstützung" ins Verhältnis gesetzt zu den "Brutto-Beitrags-Einnahmen" differenziert nach Versicherungszweigen. Aus der ID-KQ als zentralen IT-Unternehmens-Nutzen/Kosten-Größe sind die anderen IT-Kennzahlen als "Kennzahlen der 1. Differenzierungs-Unterebene" zu verstehen.
Eine Beschreibung weiterer Vorteile, die Fachleute aus dieser Veröffentlichung ausgewählter IT-Unternehmens-Nutzen/Kosten-Kennzahlen gewinnen können, kann durch Aktivieren nachfolgender Schaltfläche aufgerufen werden:
(weitere Ausführungen)
Weitere fundamentale Gründe für die Veröffentlichung dieser IT-Unternehmens-Nutzen/Kosten-Kennzahlen:
- Weil die mit diesem Methodischen Lösungsansatz verfügbar werdende Substanz der Handlungserkenntnisse bisher häufig ganz erheblich unterschätzt wird.
- Weil nachdrücklich offen gelegt werden kann, dass das eigentliche IT-Unternehmens-Nutzen-Potential im Bereich "Sparen durch IT" angesiedelt ist und nicht im Bereich "Sparen an IT", worauf sich die öffentlichen Diskussion der IT bisher fast ausschließlich fokussiert.
- Weil des Weiteren aufgezeigt werden kann, dass die Realisierung der Unternehmens-IT auf einem niedrigen IT-Unternehmens-Nutzen-Niveau sehr wohl zu Wettbewerbsnachteilen und die auf einem sehr hohem IT-Unternehmens-Nutzen-Niveau wahrscheinlich zu Wettbewerbs- vorteilen führen dürfte. Oder "IT does matter!" Eine klare Widerlegung der in der Wirtschaftsinformatik heiß diskutierten These von Nicholas Carr aus dem Jahre 2003: "IT doesn't matter". Übrigens eine wesentlich präzisere und theoretisch fundierte Widerlegung der These von Herrn Carr als die der Herren Wigand, Picot und Reichwald.
- Und schließlich kann jeder IT-Verantwortliche damit selbst testen, ob er das realisierte IT-Unternehmens-Nutzen/Kosten-Niveau seines Unternehmens einigermaßen richtig in diese Realisierungs-Spannbreite seiner Branche einsortieren kann: Deshalb haben wir im Beispiel-Sample einen repräsentativen Ausschnitt der Unternehmen der deutschen Versicherungsbranche von "Best Practice" bis "Worst Practice" dargestellt. Da wir aus unserer langjährigen Erfahrung wissen, dass die Selbsteinschätzung eher selten den objektiven Erkenntnissen gerecht wird, bieten wir durch Kombination mit unserem IT-Unternehmens-Nutzen/Kosten-Rechner die Möglichkeit der Korrektur und durch Beratung Unterstützung bei der Umsetzung dieser Erkenntnisse an.
|